Atemwegsinfektionen

Symptome, Ursachen, Verlauf und Testmöglichkeiten.

Mehr Sicherheit im Umgang mit gängigen Infektionen

Atemwegsinfektionen treten vor allem in der kälteren Jahreszeit gehäuft auf. Ein Grund dafür ist, dass Menschen im Winter deutlich mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Durch weniger intensives Lüften können sich Atemwegserreger in der Raumluft anreichern, wenn infizierte Personen anwesend sind – dadurch steigt die Übertragungswahrscheinlichkeit. Zusätzlich begünstigen trockene Heizungsluft, niedrige Luftfeuchtigkeit, angetrocknete Schleimhäute sowie eine im Winter häufig schwächere Immunabwehr die Ausbreitung von Viren, die akute Atemwegsinfektionen verursachen. Aber auch im Sommer kursieren Erreger und Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen oder Müdigkeit lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen. Trotz der saisonalen Häufung zirkulieren Influenza-Viren, SARS-CoV-2 und andere Erreger akuter Atemwegsinfektionen ganzjährig in der Bevölkerung. Ein Test ist daher bei Krankheitssymptomen sinnvoll. Frühzeitige laborbasierte Erregerdiagnostik kann jedoch auch helfen, Therapieentscheidungen zu treffen - besonders bei Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe, etwa ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder immunsupprimierte Patienten, die oft keine typische Symptomatik zeigen.

Influenza (Grippe)

Die klassische Influenza beginnt oft plötzlich, typischerweise mit Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen und später folgt ein trockener Reizhusten. Allerdings zeigt sich die Erkrankung nicht bei allen Betroffenen gleich. Besonders ältere Menschen haben häufig kein Fieber. Die Krankheitsdauer liegt meist bei fünf bis sieben Tagen, Husten kann jedoch auch zwei bis drei Wochen anhalten. Je nach Gesundheitszustand und möglichen Komplikationen kann der Verlauf länger dauern.

RSV

Ein wichtiger Erreger akuter Atemwegsinfektionen ist das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV). RSV ist bei Säuglingen die häufigste Ursache für Krankenhauseinweisungen aufgrund akuter Atemwegsinfektionen. Auch ältere Menschen sowie Personen mit Herz- oder Lungenerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem tragen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf. Die Infektion beginnt meist mit Symptomen der oberen Atemwege wie Schnupfen und Husten und kann sich insbesondere bei Säuglingen zu einer Bronchiolitis entwickeln. Möglich sind dann beschleunigte Atmung, Trinkschwäche oder ausgeprägte Müdigkeit. Bei gesunden Erwachsenen verläuft RSV häufiger mild und ähnelt einer typischen Erkältung.

Adenoviren

Adenoviren sind besonders widerstandsfähige DNA-Viren und können verschiedene Infektionen, von Augenentzündungen über Atemwegsinfektionen bis hin zu Magen-Darm-Infekten, verursachen. Aufgrund ihrer hohen Umweltstabilität können sie bei Raumtemperatur über Wochen infektiös bleiben.

Rhinoviren

Rhinoviren, die typischen Auslöser von Erkältungen, werden häufig über kontaminierte Hände oder Oberflächen übertragen und infizieren die Schleimhäute von Nase und Rachen.

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FAQ zu Atemwegsinfektionen

Der Körper ist meist in der Lage, virale Infektionen selbst zu bewältigen. Die Therapie konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome. Es gibt zwar antivirale Arzneimittel, diese können jedoch nur bei wenigen Virusarten gezielt eingesetzt werden. Antibiotika hingegen wirken ausschließlich gegen Bakterien und sind daher für die Behandlung viraler Infektionen ungeeignet.
RSV wird durch Tröpfcheninfektion und direkten Kontakt übertragen, beispielsweise durch Husten, Niesen oder kontaminierte Oberflächen. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel drei bis sieben Tage.
Akute Phase: Fünf bis sieben Tage, in denen Symptome wie Fieber, Husten, Muskelschmerzen und Müdigkeit besonders stark sind. Erholungsphase: Danach können Erschöpfung und Husten noch ein bis zwei Wochen anhalten.
Ja, Sie erhalten ein aussagekräftiges Laborergebnis als PDF, das von Ärzten für eine Weiterbehandlung genutzt werden kann.
Durchschnittlich besteht ab dem Beginn der ersten Symptome für etwa vier bis fünf Tage eine Ansteckungsgefahr. Menschen mit chronischen Erkrankungen, einem geschwächten Immunsystem oder einem schweren Krankheitsverlauf können länger ansteckend sein.

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