Herzgesundheit

Erfahren Sie alles rund um relevante Blutwerte und präventive Maßnahmen.

Herzgesundheit verstehen: Was Ihre Werte wirklich aussagen

Unser Herz-Kreislauf-System arbeitet ununterbrochen. Damit es gesund bleibt, spielen gesunde Blutfettwerte (Cholesterin, LDL, HDL, Triglyzeride), ein stabiler Blutzuckerstoffwechsel (HbA1c) und eine gute Eisenversorgung (Ferritin, Transferrin) eine zentrale Rolle.

Cholesterinspiegel

Ein erhöhter Cholesterinspiegel (auch Hypercholesterinämie genannt) ist eine häufige Störung des Fettstoffwechsels, die meist durch eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegungsmangel oder Übergewicht entsteht. Besonders wichtig sind dabei die Blutfettwerte LDL, HDL und Triglyzeride.

LDL („schlechtes“ Cholesterin) transportiert Cholesterin zu den Zellen. Bleibt jedoch zu viel davon im Blut, kann es sich in den Gefäßwänden ablagern und langfristig zu Arterienverkalkung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

HDL („gutes“ Cholesterin) wirkt dagegen schützend, indem es überschüssiges Cholesterin zurück zur Leber transportiert und so beim Abbau hilft.

Triglyzeride sind eine weitere Fettform im Blut, die vor allem als Energiespeicher dient. Erhöhte Werte stehen ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung, insbesondere in Kombination mit ungünstigen LDL- und HDL-Werten. Da erhöhte Cholesterinwerte lange keine Beschwerden verursachen, bleiben sie oft unbemerkt, können aber langfristig ernsthafte Folgen haben. Umso wichtiger sind ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Kontrollen, um Risiken frühzeitig zu erkennen.

Langzeitblutzucker

Der HbA1c-Wert (auch „Langzeitblutzucker“) zeigt, wie hoch der Blutzuckerspiegel im Durchschnitt über die letzten zwei bis drei Monate war. Im Gegensatz zu kurzfristigen Blutzuckerwerten, die durch Ernährung, Stress oder Tageszeit schwanken können, liefert der HbA1c eine stabile und langfristige Einschätzung der Blutzuckerregulation. Das macht ihn besonders wertvoll – sowohl zur Diagnose als auch zur Kontrolle von Diabetes. Anhand des HbA1c-Wertes lässt sich erkennen, ob kein Diabetes, ein erhöhtes Risiko oder bereits eine Erkrankung vorliegt. Dadurch spielt er nicht nur bei bereits Betroffenen eine wichtige Rolle, sondern auch in der Früherkennung, um mögliche Risiken rechtzeitig zu identifizieren und gegenzusteuern.

Eisenspeicher

Ferritin ist ein zentraler Marker im Eisenstoffwechsel und zeigt an, wie gut die Eisenspeicher Ihres Körpers gefüllt sind. Als Speicherprotein bindet es überschüssiges Eisen und stellt es bei Bedarf wieder zur Verfügung – ein wichtiger Schutzmechanismus, da freies Eisen im Körper Zellschäden verursachen kann. Eisen selbst ist essenziell für viele lebenswichtige Prozesse, darunter der Sauerstofftransport im Blut, die Energieproduktion und ein funktionierendes Immunsystem. Ist der Ferritinwert zu niedrig, deutet das oft auf leere Eisenspeicher hin, was langfristig zu Eisenmangel und Beschwerden wie Müdigkeit, Schwäche oder erhöhter Infektanfälligkeit führen kann. Gerade weil Eisenmangel zu den häufigsten Nährstoffdefiziten weltweit gehört, ist es wichtig, den Ferritinwert im Blick zu behalten, um die eigene Gesundheit gezielt zu unterstützen.

Die Basis verstehen.

Zwei Wege zur Blutabnahme

Selbsttest zu Hause

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Lassen Sie Ihre Werte nach gezielten Maßnahmen erneut kontrollieren, um Veränderungen bewerten und mögliche weitere Schritte ableiten zu können.

FAQ zu Herzgesundheit

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt einen Herz-Kreislauf-Check bestenfalls bereits ab 35 Jahren, spätestens aber ab 50 Jahren.
Der Cholesterinspiegel lässt sich durch Ernährungsumstellung und Lebensstiländerungen innerhalb weniger Wochen bis Monate spürbar senken. Mit unserem Test Können Sie regelmäßig Cholesterin selbst messen und so Ihre Fortschritte erkennen.
Die zusätzliche Überprüfung der Eisenwerte Ferritin und Transferrin ist besonders wichtig, wenn Sie Symptome wie chronische Müdigkeit, Schwäche oder Konzentrationsprobleme haben. Diese können auf eine Eisenmangelanämie oder eine Eisenüberladung hinweisen, die sich negativ auf Herz und Kreislauf auswirken können. Auch bei speziellen Ernährungsformen wie veganer Ernährung, während der Schwangerschaft oder bei erhöhtem Sportpensum kann der Eisenstatus entscheidend für Ihr Wohlbefinden sein.
Ja, Sie erhalten ein aussagekräftiges Laborergebnis als PDF, das von Ärzten für eine Weiterbehandlung genutzt werden kann.
Blutuntersuchungen dienen einer zuverlässigen kardiovaskulären Risikobewertung. Aussagen über strukturelle Veränderungen wie Gefäßverengungen oder den Zustand der Herzfunktion lassen sich daraus jedoch nicht direkt ableiten.

Keine passende Antwort gefunden? Wir sind für Ihre Fragen da. Wenden Sie sich gerne an unseren Kundensupport.

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